search Suche

Kicken wie die Meister bei Bayer 04 Leverkusen

  • Die Kinder und die Betreuungspersonen vor dem Stadion von Bayer Leverkusen

    Kids Diabetes Fußball-Camp

    Die Sonne strahlte Anfang Juni über dem Stadion des Deutschen Meisters in Leverkusen mit perfektem Kickerwetter. Und mit der Sonne strahlten auch die Gesichter von 60 Jungs und Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren, die sich zum Fußball-Camp auf der Sportanlage von Bayer 04 Leverkusen angemeldet hatten.

    Aufgeregt waren nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern, die nicht genau wussten, was passieren würde und ob der Glukoseverlauf ihrer Liebsten auch sicher unter Kontrolle bleiben würde. Sport und Diabetes ist keine einfache Kombination und jeder reagiert auf die Bewegung individuell. Währenddessen schloss sich der Zaun zum Trainingsgelände und die Eltern konnten nur noch aus der Ferne das bunte Treiben beobachten.

    Spaß für die Kinder...

    Erst einmal gab es originale Leverkusen-Trikots für die Spielerinnen und Spieler. Dann wurden die Kids nach Alter und Können in fünf Gruppen eingeteilt. In jeder Gruppe waren ein Trainer der Fußballschule von Bayer 04 Leverkusen und eine Diabetesberaterin, die während der gesamten Trainingszeit den Glukoseverlauf und die Geräte ihrer Schützlinge im Auge behielt. Das Diabetes-Team kümmerte sich, holte immer wieder einzelne Spieler zu einer Hypopause vom Rasen oder veranlasste, wo nötig, die Messung von Ketonen. Bis zum Mittag wurde gekickt, geschwitzt und gelacht. Dann gab es noch einmal eine Kontrolle und Justierung des Diabetes vor dem Essen durch das Ypsomed-Team.

    ... Informationen für die Eltern

    Während die Kids zur zweiten Trainingseinheit auf den Platz stürmten, gab es für die Eltern einen Vortrag zu Diabetes und Sport von Dr. Thekla von dem Berge, Kinderärztin und Spezialistin für Diabetes am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover, und Janine Gerken, Diabetesberaterin am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg. Trotz der rund 100 teilnehmenden Eltern war es komplett still in der Presselounge des Vereins. Es gab praxisnahe Informationen rund um den Sport und eine lebhafte Diskussion über den Fußball hinaus, vor allem zum Diabetesgeschehen in der Nacht: zunächst nach dem Sport und auch mit Blick auf später, wenn bei Jugendlichen Alkohol, nächtliches Essen und Tanzen zum Leben dazukommen.

    Eine gemeinsame Stadionführung rundete den Tag ab. Die Teilnehmenden waren sich einig: Vieles ist bei Typ-1-Diabetes und Sport zu bedenken, aber man kann es lernen und sich von einem guten Therapiemanagementsystem helfen lassen. Müde, zufrieden und von den Ereignissen des Tages erfüllt, sind alle nach Hause gefahren. Ein dringender Wunsch wurde mehrfach geäußert: weitere solch motivierende Fußball-Camps für Kinder mit Diabetes!